Warum kluge Reisende Dubrovnik im Januar besuchen und dabei die spektakuläre Altstadt fast für sich allein haben bei einem Bruchteil der üblichen Kosten

Während der Rest Europas im grauen Januar vor sich hinfriert, entfaltet Dubrovnik seinen ganz besonderen Charme – ohne die Menschenmassen des Sommers, dafür mit mildem Mittelmeerwetter und Preisen, die euer Reisebudget schonen. Die „Perle der Adria“ zeigt sich in den ersten Wochen des Jahres von ihrer authentischsten Seite: Die mittelalterlichen Gassen gehören fast euch allein, die Einheimischen haben Zeit für echte Gespräche, und die dramatische Küstenlandschaft wirkt in der Wintersonne besonders magisch. Ein verlängertes Wochenende mit Freunden in Dubrovnik im Januar bedeutet nicht nur günstiges Reisen, sondern auch ein Kroatien zu erleben, das die meisten Touristen nie zu Gesicht bekommen.

Warum Dubrovnik im Januar euer perfektes Winterziel ist

Die Temperaturen pendeln angenehm zwischen 8 und 13 Grad – ideal für ausgedehnte Erkundungstouren ohne Schwitzen. Ihr benötigt keine dicken Wintermäntel wie in Mitteleuropa, eine gute Jacke und vielleicht ein Schal reichen völlig aus. Der Januar bringt zwar gelegentlich Regenschauer mit sich, aber die Sonne zeigt sich überraschend oft und taucht die historischen Stadtmauern in goldenes Licht. Das Beste: Die Hotelpreise liegen bis zu 70 Prozent unter den Sommerkosten, Flüge sind spottbillig, und ihr müsst nirgendwo anstehen. Während im August Tausende durch die Altstadt schieben, habt ihr die barocken Paläste und versteckten Treppen praktisch für euch.

Die Altstadt ohne Touristenmassen erleben

Der Spaziergang auf den berühmten Stadtmauern ist im Januar ein völlig anderes Erlebnis. Statt in einer Menschenschlange zu laufen, könnt ihr in eurem eigenen Tempo die knapp zwei Kilometer lange Festungsmauer erkunden. Der Eintritt kostet etwa 15 Euro – im Sommer zahlt ihr das Doppelte und müsst euch jeden Fotospot erkämpfen. Nehmt euch mindestens zwei Stunden Zeit, macht Pausen an den Aussichtspunkten und genießt den Blick auf die terrakottafarbenen Dächer, das türkisfarbene Meer und die vorgelagerten Inseln.

Die Placa, die Hauptstraße der Altstadt, lädt zum gemütlichen Schlendern ein. Im Sommer ist sie so überfüllt, dass man kaum vorwärtskommt – im Januar gehört sie praktisch euch. Verliert euch in den engen Seitengassen, entdeckt versteckte Kapellen und steigt die zahllosen Treppen hinauf, die euch zu Aussichtspunkten führen, die selbst viele Einheimische nicht kennen. Die Altstadt ist kompakt genug, um alles zu Fuß zu erkunden, aber groß genug, um immer wieder Neues zu entdecken.

Budgetfreundliche Unterkunft für Gruppen

Im Januar findet ihr problemlos Apartments für vier bis sechs Personen ab 80 Euro pro Nacht – das macht pro Person etwa 15 bis 20 Euro. Sucht nach Unterkünften im Stadtteil Lapad oder Gruz, die zwar außerhalb der Altstadt liegen, aber hervorragend angebunden sind. Von dort fahren regelmäßig Busse ins Zentrum, eine Fahrt kostet etwa 1,50 Euro. Alternativ sind diese Viertel zu Fuß in 20 bis 30 Minuten erreichbar – ein angenehmer Spaziergang entlang der Küste.

Ein eigenes Apartment hat den zusätzlichen Vorteil, dass ihr selbst kochen könnt. Die lokalen Märkte bieten frisches Gemüse, kroatischen Käse und Olivenöl zu vernünftigen Preisen. Ein gemeinsames Frühstück auf der Terrasse mit Blick aufs Meer kostet euch einen Bruchteil dessen, was ihr in Cafés zahlen würdet. Für ein Abendessen könnt ihr euch mit lokalen Spezialitäten eindecken und dabei die Urlaubskasse schonen.

Kulinarische Entdeckungen ohne Touristenpreise

Die Restaurants in Dubrovnik haben im Januar oft Nebensaison-Preise. Eine herzhafte Portion Pašticada oder frischer Fisch kostet in lokalen Konobas zwischen 8 und 15 Euro – im Sommer zahlt ihr dafür leicht das Doppelte. Meidet die Lokale direkt an der Stradun und erkundet stattdessen die Straßen jenseits der Hauptachsen. Dort, wo die Speisekarten auch auf Kroatisch angeschrieben sind, findet ihr authentische Küche zu fairen Preisen.

Ein Geheimtipp: Holt euch frisches Brot von einer der vielen Bäckereien (etwa 1 Euro), kauft lokalen Käse, Pršut (luftgetrockneter Schinken) und Oliven auf dem Markt und macht ein Picknick auf den Felsen außerhalb der Stadtmauern. Mit einer Flasche kroatischem Wein für 5 bis 7 Euro habt ihr ein unvergessliches Erlebnis für unter 10 Euro pro Person.

Kostenlose und günstige Aktivitäten

Der Berg Srđ bietet den spektakulärsten Ausblick über Dubrovnik. Die Seilbahn kostet zwar etwa 12 Euro für Hin- und Rückfahrt, aber der Wanderweg nach oben ist komplett kostenlos. Der steile Aufstieg dauert etwa 45 Minuten und ist im Januar bei milden Temperaturen deutlich angenehmer als in der Sommerhitze. Oben angekommen, werdet ihr mit einem 360-Grad-Panorama belohnt, das die gesamte Stadt, die Inseln und die Berge im Hintergrund umfasst. Packt euch Snacks ein und genießt das Schauspiel.

Die Strände sind im Januar zwar zu kühl zum Schwimmen, aber perfekt für lange Spaziergänge. Der Banje Beach direkt unterhalb der Stadtmauern ist menschenleer und bietet fantastische Fotomotive. Der Sonnenuntergang von hier aus, wenn die Stadtmauern in warmes Licht getaucht werden, ist kostenlos und unbezahlbar zugleich. Entlang der Küste Richtung Cavtat führen Wanderwege durch duftende Pinienwälder mit immer neuen Ausblicken aufs Meer.

Ausflüge in die Umgebung

Mit einem Mietwagen, den ihr euch zu viert oder zu sechst teilen könnt, wird die Erkundung der Umgebung zum Schnäppchen. Im Januar beginnen die Preise bei etwa 20 Euro pro Tag – aufgeteilt auf die Gruppe ein Witz. Die Halbinsel Pelješac mit ihren Weingütern liegt nur eine Stunde entfernt. Viele Kellereien bieten kostenlose Verkostungen oder verlangen symbolische 3 bis 5 Euro. Der Plavac Mali, ein kräftiger Rotwein der Region, ist ein perfektes Mitbringsel.

Das malerische Küstenstädtchen Cavtat erreicht ihr mit dem Bus für etwa 2,50 Euro oder ihr unternehmt die Fahrt mit dem Mietwagen. Die Uferpromenade, die venezianischen Häuser und die entspannte Atmosphäre bilden einen wunderbaren Kontrast zur stärker frequentierten Altstadt Dubrovniks. Im Januar habt ihr die Cafés am Hafen fast für euch allein – ein Espresso kostet etwa 1,50 Euro, deutlich weniger als in der Altstadt.

Praktische Tipps für euren Januar-Trip

Das öffentliche Busnetz in Dubrovnik ist zuverlässig und günstig. Eine Tageskarte kostet etwa 5 Euro und lohnt sich, wenn ihr mehrere Fahrten plant. Die Busse verbinden alle wichtigen Punkte, vom Busbahnhof über die Altstadt bis zu den Vororten. Kauft die Tickets am besten im Vorverkauf an Kiosken, dort sind sie etwas günstiger als beim Fahrer.

Packt eine wiederverwendbare Wasserflasche ein – Dubrovnik hat ausgezeichnetes Leitungswasser, und überall in der Stadt findet ihr Trinkbrunnen. Das spart nicht nur Geld, sondern auch Plastikmüll. Eine gute Regenjacke und bequeme Wanderschuhe mit griffiger Sohle sind im Januar unverzichtbar, denn die Steinstraßen der Altstadt können bei Nässe rutschig werden.

Viele Museen und Sehenswürdigkeiten bieten im Januar reduzierte Eintrittspreise oder spezielle Winterangebote. Der Rektorenpalast, das Franziskanerkloster mit seiner historischen Apotheke und das maritime Museum sind auch in der Nebensaison geöffnet und kosten zwischen 5 und 8 Euro Eintritt. An regnerischen Nachmittagen sind sie perfekte Zufluchtsorte mit spannenden Einblicken in die reiche Geschichte der Stadt.

Die kroatische Kuna ist zwar offiziell durch den Euro ersetzt worden, aber ihr solltet trotzdem immer etwas Bargeld dabeihaben. Kleinere Geschäfte, Märkte und Bäckereien akzeptieren manchmal nur Bargeld, und ihr vermeidet unnötige Gebühren bei Kartenzahlungen. Geldautomaten sind überall verfügbar, achtet aber auf mögliche Gebühren eurer Hausbank.

Ein Wochenende in Dubrovnik im Januar beweist, dass Reisen mit Freunden nicht teuer sein muss, um unvergesslich zu werden. Die Kombination aus kulturellen Schätzen, natürlicher Schönheit und der entspannten Atmosphäre der Nebensaison macht diese Zeit zu etwas Besonderem. Ihr erlebt eine Stadt, die atmet statt hechelt, die euch willkommen heißt statt abfertigt. Und wenn ihr abends zusammen in eurem Apartment sitzt, kroatischen Wein trinkt und die Erlebnisse des Tages austauscht, werdet ihr verstehen: Manchmal sind die besten Reisen die, die außerhalb der Saison stattfinden.

Wann würdest du Dubrovnik lieber besuchen?
Januar ohne Massen
Sommer trotz Gedränge
Beides hat seinen Reiz
Nur mit Badewetter interessant

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