Während andere Winterfluchten das Budget sprengen, lockt Trinidad im Januar mit 26 Grad, Pastellhäusern und Preisen die jede Hochzeitsreise möglich machen

Kopfsteinpflastergassen, in denen die Zeit stillzustehen scheint, pastellfarbene Kolonialbauten, die im sanften Licht der Tropensonne leuchten, und die rhythmischen Klänge von Son-Musik, die aus offenen Fenstern dringen – Trinidad im Januar ist ein Traum für frisch Vermählte, die ihre Hochzeitsreise fernab vom Massentourismus verbringen möchten. Während in Deutschland eisige Temperaturen herrschen, empfängt euch diese kubanische Perle mit angenehmen 26 Grad und strahlendem Sonnenschein. Die koloniale Kleinstadt an der Südküste Kubas verbindet romantische Atmosphäre mit authentischem karibischen Flair und das alles zu Preisen, die eure Reisekasse schonen.

Warum Trinidad im Januar die perfekte Wahl ist

Der Januar gehört zur absoluten Hochsaison in Trinidad – und das aus gutem Grund. Die Regenzeit ist vorüber, die Luftfeuchtigkeit erträglich und die Temperaturen bewegen sich in einem perfekten Bereich zwischen 20 und 27 Grad. Für Hochzeitsreisende bedeutet das: endlose Spaziergänge durch verwinkelte Gassen, ohne ins Schwitzen zu geraten, kristallklare Sicht auf die nahegelegenen Berge und ideale Bedingungen für romantische Strandausflüge. Die Abende kühlen angenehm ab, perfekt für gemeinsame Cocktails auf einer der vielen Dachterrassen mit Blick über die Altstadt.

Das koloniale Juwel entdecken

Das Herz Trinidads schlägt auf der Plaza Mayor, dem zentralen Platz, der von prächtigen Herrenhäusern umgeben ist. Hier beginnt eure Zeitreise ins 18. Jahrhundert. Die gesamte Altstadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist ein lebendiges Museum, in dem ihr euch ohne feste Route treiben lassen solltet. Verirrt euch bewusst in den Seitengassen, entdeckt versteckte Innenhöfe mit tropischen Pflanzen und beobachtet das authentische kubanische Leben.

Besonders romantisch wird es in den frühen Morgenstunden, wenn die Stadt gerade erwacht und weiches Licht die Fassaden in warme Farbtöne taucht. Die pastellgelben, rosa- und türkisfarbenen Häuser bieten unzählige Fotomotive für eure Hochzeitsreise-Erinnerungen. Steigt die steile Treppe zur Kirche San Francisco de Asís hinauf – der Glockenturm bietet einen atemberaubenden Rundumblick über die Dächer der Stadt bis hin zum karibischen Meer und den Bergen der Sierra del Escambray. Der Eintritt kostet etwa 1 Euro und lohnt sich vor allem zum Sonnenuntergang.

Strände und Naturerlebnisse für Verliebte

Nur 15 Kilometer südlich von Trinidad liegt die Playa Ancón, einer der schönsten Strände Kubas mit puderzuckerweißem Sand und türkisblauem Wasser. Im Januar sind die Bedingungen zum Schwimmen und Schnorcheln optimal – das Meer ist ruhig und die Sicht unter Wasser hervorragend. Die Anreise gelingt problemlos mit einem der Sammeltaxis, die vom Zentrum für etwa 5 Euro pro Person hin und zurück fahren. Nehmt euch Proviant mit, denn die Strandverkäufer sind teuer und die Auswahl begrenzt.

Für aktivere Paare bietet sich ein Ausflug in die Sierra del Escambray an. Die Berglandschaft nordöstlich von Trinidad begeistert mit saftig grünen Tälern, Wasserfällen und traditionellen Kaffeeplantagen. Besonders empfehlenswert ist eine Wanderung zum Wasserfall Salto del Caburní – eine etwa zweistündige Tour durch üppige Vegetation, bei der ihr am Ende mit einem erfrischenden Bad im natürlichen Pool belohnt werdet. Der Eintrittspreis liegt bei ungefähr 10 Euro pro Person, Guides bieten ihre Dienste direkt am Eingang für 5 bis 10 Euro an.

Kulinarische Entdeckungen ohne leere Geldbörse

Die kubanische Küche ist deftig, würzig und überraschend vielfältig. In Trinidad habt ihr die Wahl zwischen staatlichen Lokalen und privat geführten Paladares – letztere bieten meist bessere Qualität zu fairen Preisen. Ein vollständiges Abendessen mit Hauptgericht, Beilage und einem Getränk bekommt ihr bereits für 6 bis 12 Euro pro Person. Typische Gerichte sind Ropa Vieja (geschmortes Rindfleisch), Congri (Reis mit schwarzen Bohnen) und frischer Fisch.

Für ein romantisches Dinner wählt eines der Restaurants in den restaurierten Kolonialhäusern rund um die Plaza Mayor. Die Atmosphäre mit Kerzen, Live-Musik und Blick auf den beleuchteten Platz rechtfertigt die etwas höheren Preise von 15 bis 20 Euro pro Person. Tagsüber könnt ihr euch in kleinen Straßenimbissen für wenige Cents mit Pizza, gefüllten Teigtaschen oder frischem Obst versorgen.

Probiert unbedingt die lokalen Cocktails: Mojitos und Cuba Libre werden hier mit Havana Club Rum gemixt und kosten in einfachen Bars etwa 2 bis 3 Euro. Die Dachterrassen-Bar im ehemaligen Stadtpalast ist zwar touristischer, bietet aber einen unvergesslichen Sonnenuntergangsblick und kostet mit 3 bis 4 Euro pro Drink nur unwesentlich mehr.

Günstig übernachten in kolonialer Pracht

Trinidad bietet eine ausgezeichnete Infrastruktur an Casas Particulares – privaten Zimmervermietungen, die das kubanische Pendant zu Bed & Breakfasts darstellen. Für Hochzeitsreisende sind diese Unterkünfte ideal: persönlich, authentisch und deutlich günstiger als Hotels. Im Januar solltet ihr zwischen 25 und 40 Euro pro Nacht für ein sauberes Doppelzimmer mit eigenem Bad und oft sogar Klimaanlage einplanen. Viele Gastgeber bieten gegen Aufpreis auch Frühstück an – für 3 bis 5 Euro bekommt ihr frisches Obst, Eier, Brot und starken kubanischen Kaffee.

Wählt eine Unterkunft in der Altstadt, um Transportkosten zu sparen und die romantische Atmosphäre voll auszukosten. Die Suche nach einer Casa gelingt am besten direkt vor Ort – achtet auf das blaue Ankersymbol an den Türen, das offizielle Vermietungen kennzeichnet. Verhandeln ist durchaus üblich und kann besonders bei mehreren Übernachtungen zu Preisnachlässen führen.

Fortbewegung und praktische Hinweise

Trinidad selbst erkundet ihr am besten zu Fuß – die Altstadt ist kompakt und alle wichtigen Sehenswürdigkeiten liegen in Gehweite. Für weitere Strecken stehen verschiedene Optionen zur Verfügung: Fahrräder lassen sich für etwa 5 Euro pro Tag mieten und ermöglichen flexible Ausflüge zur Playa Ancón. Die bunten Bici-Taxis kosten für Kurzstrecken innerhalb der Stadt 1 bis 2 Euro und gehören zum typischen Stadtbild.

Für Ausflüge in die Umgebung könnt ihr euch mit anderen Reisenden zu Sammeltaxis zusammenschließen – eure Casa-Gastgeber helfen gerne bei der Organisation. Eine Fahrt nach Cienfuegos oder Santa Clara kostet im geteilten Taxi etwa 10 bis 15 Euro pro Person.

Wichtiger Hinweis zur Währung: In Kuba gibt es mittlerweile nur noch den kubanischen Peso (CUP). Bringt Euro in bar mit, da Kreditkarten nur eingeschränkt funktionieren. Tauscht kleinere Beträge, da die Wechselkurse schwanken und ihr so flexibler bleibt. ATMs sind vorhanden, aber nicht immer zuverlässig.

Musikalische Nächte und kulturelle Erlebnisse

Die Abende in Trinidad gehören der Musik. Überall in der Altstadt spielen Bands traditionelle kubanische Rhythmen, oft ohne Eintritt zu verlangen. Die berühmten Freiluftdiscos in alten Höhlen am Stadtrand bieten ein einzigartiges Erlebnis: Tanzen unter freiem Himmel zu Live-Salsa, umgeben von Einheimischen und Reisenden. Der Eintritt liegt bei etwa 3 bis 5 Euro inklusive einem Getränk.

Für einen besonderen Abend besucht eine der Live-Musik-Veranstaltungen in den Innenhöfen der Kolonialbauten. Die intime Atmosphäre mit nur 30 bis 40 Gästen, die Virtuosität der Musiker und die romantische Kulisse machen jeden Abend zu einem Highlight eurer Hochzeitsreise. Die Preise bewegen sich zwischen 5 und 10 Euro, oft sind Getränke im Preis inbegriffen.

Trinidad im Januar vereint alles, was eine unvergessliche Hochzeitsreise ausmacht: romantische Kulissen, angenehmes Klima, authentische Erlebnisse und Preise, die es ermöglichen, länger zu bleiben und tiefer in die kubanische Lebensart einzutauchen. Die Stadt belohnt Paare, die sich Zeit nehmen, durch die Gassen zu schlendern, mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen und die entspannte karibische Lebensweise anzunehmen. Hier zählt nicht Luxus, sondern das gemeinsame Erleben – genau das, was den Beginn eures gemeinsamen Lebensweges so besonders macht.

Was würdest du in Trinidad zuerst erleben?
Kolonialgassen bei Sonnenaufgang
Schnorcheln an der Playa Ancón
Wasserfall-Wanderung in den Bergen
Live-Salsa in der Höhlendisco
Mojito auf der Dachterrasse

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